Apotheke Symbole
Der Apothekenmörser wird auch als Urgerät der Apotheke bezeichnet, kam aber im Mittelalter auch in jedem Haushalt zum Einsatz. Er diente zur Zerkleinerung von Gewürzen und Drogen. Vor einer Vereinheitlichung hatten Apotheken oft das als Symbol, was sie im Namen führten (z. B. Adler-Apotheke). 1929/30 siegte in einem Wettbewerb der Fa. Verunda das von der Bauhaus-Schule inspirierte „Drei-Löffel-Flasche“-Symbol, das bis zu einem neuen Wettbewerb 1936 von etwa einem Drittel der Apotheken geführt wurde. Dann ließ Reichsapothekerführer Albert Schmierer das „Fraktur-A mit Man-Rune“ als neues Symbol für alle deutschen Apotheken einführen. Der ursprüngliche Siegerentwurf hatte anstelle der „nordischen“ Man-Rune ein neutrales weißes Kreuz. Auf der Suche nach einer neuen Gestaltung für das deutschlandweit eingeführte und bekannte rote Symbol wurde 1951 beschlossen, das „rote A“ beizubehalten und die Giftschale mit Äskulapschlange als Logo einzusetzen.
Dreilöffelzeichen, Entwurf: Rudolf Weber, Ende der 1920er Jahre. Die Löffel sollen die Arznei symbolisieren, die man dreimal täglich einnehmen soll.
Großes rotes A in Frakturschrift mit einem weißen Kreuz, Entwurf von: Paul Weise, 1936. Erster Entwurf von Felix Kreitz.
Großes rotes A in Frakturschrift mit Man-Rune aus der Zeit des Dritten Reiches.
Großes rotes A in strasse.Groheutiges Kennzeichen der Apotheke.
